Historisch-Kritische Ausgabe Arthur Schnitzler: Der Ehrentag

Der Ehrentag

Arthur Schnitzler

Der Ehrentag

Herausgegeben von Konstanze Fliedl und Evelyne Polt-Heinzl

unter Mitarbeit von Anna Lindner, Marina Rauchenbacher und Isabella Schnwentner


Historisch-Kritische Ausgabe Arthur Schnitzler: Der Ehrentag

Arthur Schnitzlers 1897 entstandene Erzählung Der Ehrentag führt ein Motiv aus, das mehrfach in seinen Notizen erscheint: das des vermeintlichen oder inszenierten Ruhms. Hier geht es um einen erfolglosen Schauspieler, dem ein böser Streich gespielt wird: Bei einem seiner Auftritte in einer unbedeutenden Nebenrolle wird er durch bestellten Applaus empfangen und bejubelt, woraufhin er sich aus Scham erhängt. Diese Alltagstragödie gehört zu dem Stoffkomplex des gescheiterten Talents, an dem sich Schnitzler im Frühwerk abarbeitete. Verhakt mit einer Nebenhandlung von Eifersucht und Trennung, wurde der Text mit vier weiteren novellistischen Studien, die Variationen des Themas ‚Abschied‘ bilden, 1898 im Sammelband Die Frau des Weisen veröffentlicht.

Die Historisch-kritische Ausgabe präsentiert das nachgelassene Manuskript faksimiliert in Originalgröße mit den entsprechenden Transkriptionen. Der integrale Text folgt dem Erstdruck in der Zeitschrift Die Romanwelt; er wird ergänzt durch einen Variantenapparat bis zur Ausgabe letzter Hand sowie einen kultur- und sprachhistorischen Kommentar. Entstehungs- und Druckgeschichte werden ausführlich dargestellt. Auf diese Weise lässt sich die Genese des Textes nun erstmals zur Gänze nachverfolgen.

Schnitzler, Arthur: Der Ehrentag. Historisch-kritische Ausgabe. Hrsg. v. Konstanze Fliedl und Evelyne Polt-Heinzl unter Mitarbeit von Anna Lindner, Marina Rauchenbacher und Isabella Schwentner. Berlin und Boston: de Gruyter 2017.

ISBN: 978-3-11-053208-1

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Historisch-Kritische Ausgabe Arthur Schnitzler: Die Toten schweigen

Die Toten schweigen

Arthur Schnitzler

Die Toten schweigen

Herausgegeben von Martin Anton Müller

unter Mitarbeit von Ingo Börner, Anna Lindner und Isabella Schnwentner


Historisch-Kritische Ausgabe Arthur Schnitzler: Die Toten schweigen

Arthur Schnitzlers Erzählungen aus dem Band Die Frau des Weisen (1898) zeigen seine sich ständig weiterentwickelnde subtile Erzählkunst; die Textgenese war aber bislang nicht nachvollziehbar. Einsicht in den komplizierten Entstehungsprozess der Titelerzählung gibt der nunmehr sechste Band der historisch-kritischen Ausgabe.
Der Treuebruch – eins von Schnitzlers wichtigsten Motiven – wird bis zum Ende der Habsburgermonarchie mit Duell geahndet. In Die Frau des Weisen spielt Schnitzler aber einen Fall durch, in dem der Betrogene auf Rache verzichtet und Schweigen bewahrt. Aus den Handschriften wird ersichtlich, wie er dieses Thema entwickelt und novellistisch zuspitzt; die Überarbeitungen zeigen eine Zunahme an kompositorischer Balance und psychologischer Triftigkeit.
Die Ausgabe enthält alle überlieferten handschriftlichen Textzeugen als Faksimiles in Originalgröße; die Transkriptionen verdeutlichen die intensiven Korrekturprozesse.Daneben ist der Text nach dem Erstdruck in der Zeitschrift Die Zeit wiedergegeben, mit einem Variantenapparat bis zur Ausgabe letzter Hand versehen und durch einen Kommentar erschlossen. Mit der Einführung zur Entstehungs- und Editionsgeschichte wird Schnitzlers Arbeitsweise exemplarisch dokumentiert.

Schnitzler, Arthur: Die Toten schweigen. Historisch-kritische Ausgabe. Hrsg. v. Martin Anton Müller unter Mitarbeit von Ingo Börner, Anna Lindner und Isabella Schwentner. Berlin und Boston: de Gruyter 2016.

ISBN: 978-3-11-047932-4

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