Historisch-Kritische Ausgabe Arthur Schnitzler: Die Toten schweigen

Die Toten schweigen

Arthur Schnitzler

Die Toten schweigen

Herausgegeben von Martin Anton Müller

unter Mitarbeit von Ingo Börner, Anna Lindner und Isabella Schwentner


Historisch-Kritische Ausgabe Arthur Schnitzler: Die Toten schweigen

Wie schon in Ein Abschied (1896) experimentiert Arthur Schnitzler in Die Toten schweigen mit dem Stoffkern vom Verlust eines Liebesobjekts. In dieser Novelle erlebt eine Ehefrau den Unfalltod ihres Geliebten. Das erlittene Trauma und die Furcht vor der Entdeckung führen zu einer schweren psychischen Krise. Die am Ende angedeutete Lösung bildet eine Parallele zu dem von Sigmund Freud und Josef Breuer in den Studien über Hysterie (1895) entwickelten therapeutischen Verfahren. Die tiefenpsychologische Qualität erreicht der Text – wie sich anhand des Entstehungsprozesses nun erstmals nachvollziehen lässt – durch eine zunehmende Korrelation zwischen geschilderter Außenwelt und subjektiven Bewusstseinsvorgängen.

Der siebente Band der Historisch-kritischen Ausgabe von Schnitzlers Frühwerk, herausgegeben von Konstanze Fliedl, ermöglicht das Studium der Textgenese anhand sämtlicher Handschriften aus dem Nachlass, die als Faksimile mit Transkription wiedergegeben werden. Der konstituierte Text folgt dem Erstdruck in der Zeitschrift Cosmopolis (1897), der Apparat bietet die Varianten bis zur Ausgabe letzter Hand. Ein Vorwort gibt Auskunft über die Entstehung und die Druckgeschichte der Novelle, der Kommentar liefert topographische, historische und sprachliche Erläuterungen.

Schnitzler, Arthur: Die Toten schweigen. Historisch-kritische Ausgabe. Hrsg. v. Martin Anton Müller unter Mitarbeit von Ingo Börner, Anna Lindner und Isabella Schwentner. Berlin und Boston: de Gruyter 2016.

ISBN: 978-3-11-047932-4

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